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- Info
Informationen über Erkankungen
Tinnitus
Tinnitus (Ohrgeräusche)
Im Ohr oder im Kopf klingelt, pfeift oder zischt es - Betroffene nehmen
Geräusche wahr, die in der Umgebung nicht existieren
(Phantomgeräusche). Dieses Phänomen wird als Tinnitus bezeichnet.
Nicht-Betroffene können sich mitunter nur schwer vorstellen, wie
Tinnitus empfunden wird. Formen und Ursachen von Tinnitus sind
manigfaltig. Manchmal ist der Tinnitus so laut, dass die persönliche
Lebensführung stark eingeschränkt ist. Ungefähr 3 Millionen Patienten
sind in Deutschland dauerhaft davon betroffen. Diese Phantomgeräusche
können derart intensiv sein, dass Schlaf und Konzentrationsfähigkeit
gestört sind. Tinnitus hatten schon berühmte Patienten wie Martin
Luther und Vincent van Gogh. Tinnitus war den Ägyptern bereits 5000 vor
Christus und in der Antike bekannt, ist also nicht direkt als
Zivilisationskrankheit einzustufen. Die Erkrankung wird jedoch
begünstigt durch zivilisationsbedingte Geräusche wie Verkehrslärm,
Arbeitslärm, laute Konzerte, Diskotheken. Häufig zieht ein Hörsturz
Tinnitus nach sich.
Von den vielen Therapiemöglichkeiten sind im Folgenden diejenigen aufgeführt, die am meisten Aussicht auf Erfolg haben:
Unbewiesen (und oftmals nur teuer) ist die Wirksamkeit von Akupunktur, Elektroakupunktur, und der neuerdings angebotenen (Soft-)Lasertherapie für das Innenohr. Auch Homöopathie, zusätzliche Vitamingaben
sowie eine ganze Fülle von Wirkstoffen in Pillen, Pulvern und Tropfen
werden von diversen Herstellern bei Tinnitus empfohlen, jedoch fehlt
auch hier der Wirksamkeitsbeleg.
Eine medikamentöse Behandlung macht vor allem in der
Akutphase Sinn, kaum in der chronischen Phase.Der medikamentöse Ansatz
geht davon aus, dass Tinnitus durch eine Minderdurchblutung bedingt
ist, die medikamentös gebessert werden kann. Akute Infusionen (geeignet
bei akutem Tinnitus) mit Substanzen, die die Rheologie
(Fliesseigenschaften des Blutes verändern), z.B. HAES.
Bei Ginkgo biloba (Inhaltsstoffe des Gingkobaumes) gehen
die Expertenmeinungen auseinander. Ginkgo verändert die
Fliesseigenschaften des Blutes und fördert die Durchblutung. Es gibt
Studien, die auf eine positive Wirkung bei Tinnitus hindeuten, wie auch
Studien, die keine positiven Effekte fanden.
Lidocain kann Ohrgeräusche mildern oder verhindern - allerdings
nur für wenige Minuten (!). Mit einem Lidocain-Test kann geprüft
werden, ob und wie der Tinnitus des Betroffenen sich medikamentös
beeinflussen lässt.
Calciumantagonisten wie Flunarizin und Nimodipin verbessern die Durchblutung von Nervengewebe wie Innenohr und Gehirn.
Ist der Tinnitus mit Schwindelanfällen wie z.B. beim Menieresyndrom verbunden, können Medikamente mit Histamin hilfreich sein.
Bei manchen Patienten hat sich die hyperbare O2-Therapie
als wirksam erwiesen, doch dürfen auch von dieser Methode keine Wunder
erwartet werden. Dabei wird unter erhöhtem Druck in einer speziellen
Druckkammer über eine Maske reiner Sauerstoff geatmet.
Training/retraining (geeignet bei chronischem Tinnitus)
Training/retraining wird als die derzeit wirkungsvollste Methode bei
Dauertinnitus empfohlen. Sie setzt die aktive Mitarbeit durch den
Betroffenen voraus und sollte über eine Dauer von ca 1-2 Jahren
praktiziert werden. Tinnitus wird in dieser Therapieform als
Fehlverarbeitung von Hörimpulsen im Gehirn begriffen. Das Training
zielt darauf ab, sich (wieder) auf äussere Ohrgeschräusche zu
konzentrieren und dem eigenen Tinnitus immer weniger Beachtung zu
schenken.
Links zu Patientenorganisationen und Fachgesellschaften:
http://www.tinnitus-liga.de , http://www.tinnitus.de, http://www.forum-tinnitus.de/
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Schwerhörigkeit
Was ist Schwerhörigkeit?
(Quelle und weitere Informationen: http://www.schwerhoerigkeit.de )
Die Schwerhörigkeit ist im weiten Feld zwischen dem normalen Hören und
der Gehörlosigkeit bzw. Taubheit angesiedelt. Es wird infolgedessen
zwischen leicht-, mittel, hochgradiger und an Taubheit grenzender
Schwerhörigkeit unterschieden. Diese Vielfalt macht die Schwierigkeit
deutlich, eine eindeutige, abgegrenzte Bestimmung dieses Begriffes zu
geben. Im allgemeinen wird Schwerhörigkeit als eine mehr oder weniger
eingeschränkte Hörfähigkeit beschrieben, die ein Verstehen von Sprache
über das Gehör mehr oder weniger noch ermöglicht. Die Grenze zum
normalen Hören liegt demnach in der Einschränkung des Hörvermögens, die
Grenze zur Gehörlosigkeit orientiert sich an der Möglichkeit, Sprache
über das Gehör mit technischen Hilfen zwar noch hören, aber nicht oder
nur ansatzweise verstehen zu können.
Arten der Schwerhörigkeit
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Schwerhörigkeit: Die Schalleitungs- und die Schallempfindungsschwerhörigkeit.
Schalleitungsschwerhörigkeit
Bei der Schalleitungsschwerhörigkeit liegt immer eine Störung im
äußeren, meist aber im mittleren Ohr vor. Durch diese Störung werden
Schallsignale nur leiser gehört; die Qualität des Gehörten wird dabei
kaum beeinträchtigt. Das Hörvermögen kann durch technische (Hörgeräte)
oder medizinische Hilfen (Operation) ganz oder teilweise
wiederhergestellt werden. Es handelt sich hierbei um eine leichte bis
mittlere Form der Schwerhörigkeit.
Schallempfindungsschwerhörigkeit
Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt die Störung im Bereich
des Innenohres, des Hörnervs oder in den Hirnzellen selbst. Diese
Störung ist nicht zu operieren und kann auch mit technischen Hilfen
nicht oder nur zum Teil behoben werden. Auch hat diese Störung andere
Auswirkungen auf die auditive (das Gehör betreffend) Wahrnehmung als
die Schalleitungsschwerhörigkeit. Das heißt, auf die Lautstärke bezogen
kann teilweise noch relativ gut gehört werden, aber die Sprache ändert
sich in ihrem Aufbau, ihrem Klangbild, ihrer Qualität. Die Ursache
liegt meistens im Verlust der hohen Frequenzen, die teilweise oder gar
nicht mehr wahrgenommen werden kö. Zusätzlich besteht in der Mehrzahl
der Fälle eine außerordentliche Lärmempfindlichkeit; Lautstärken von
100, 90 oder 80 dB sind schon sehr unangenehm und verursachen
Schmerzen. Bei Guthörenden liegt die Schmerzschwelle bei ca. 120 dB.
Kombinierte Schwerhörigkeit
Eine dritte Art der Schwerhörigkeit ist die kombinierte
Schwerhörigkeit, eine Mischform von Schalleitungs- und
Schallempfindungsschwerhörigkeit.
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Heuschnupfen
Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinokonjunktivitis)
Anzeichen
Kommen Ihnen die folgenden Anzeichen bekannt vor?
- Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit juckenden, geröteten und tränenden Augen
- Juckreiz der Schleimhäute
- Niesattacken mit starker wässriger Sekretion
- Asthmaanfälle
Treten
diese Symptome bei Ihnen meist mit Beginn der Blühperiode auf? Dann
leiden Sie wahrscheinlich unter Heuschnupfen. Für eine sichere Diagnose
sollten Sie in jedem Falle Ihren Arzt aufsuchen.
Beschreibung
Heuschnupfen ist eine häufige allergische Erkrankung, die auf einer
Üäberempfindlichkeit gegen die Eiweisskomponenten von bestimmten Pollen
beruht. Pollen gelangen während der Gräser- und Baum- oder Kräuterblüte
in die Luft. Sie bewirken an den Schleimhäuten der Atemwege, der Nase
und den Augen eine allergische Reaktion.
Die allergische Reaktion liegt an körperfremden Stoffen, gegen die der
Köper sich wehrt. Kontakt führt zu einer Freisetzung von Histamin aus
bestimmten Körperzellen in den Schleimhäuten. Histamin löst dann die
typischen Beschwerden einer Allergie aus. Dazu gehören unter anderem
tränende Augen, eine laufende Nase, Asthma und Hautrötungen.
Heuschnupfenmedikamente
Medikamente gegen Heuschnupfen umfassen Nasen- und Augentropfen sowie
Tabletten, Dragees und Sprays. Beispiele für Inhaltsstoffe sind:
- Antihistaminika (Blockieren die Histaminwirkung)
- Mastzellstabilisatoren (Verhindern die Histaminfreisetzung)
- Cortison
- Abschwellende Nasen- und Augentropfen
Verhalten bei Heuschnupfen
Sie können viel dazu beitragen, die Situation für Sie erträglicher zu
machen. So können Sie sich bei erwiesener Pollenallergie über
Pollenflug informieren und Ihr Verhalten daran ausrichten. Aktuelle
Pollenfluginfos finden Sie z.B. unter http://www.allergie-info.de
Auf dem Land ist der Pollenflug morgens am höchsten, abends am
geringsten. In der Stadt sind die Pollenkonzentrationen meist abends am
höchsten.
Allergenkarenz, d.h. die konsequente Kontaktvermeidung mit
allergieauslösenden Stoffen, ist eine wirksame Unterstützung der
medikamentösen Therapie, die Ihnen Ihr Arzt verordnet. Wichtigstes Ziel
ist die Verhinderung des "Etagenwechsels" der Allergie von Auge bzw.
Nase hinab in Bronchien und Lunge. 30-40% der Betroffenen, die heute
unter einem allergischen Schnupfen leiden, werden ohne eine
rechtzeitige Therapie früher oder später zu Asthmatikern.
Unterstützende Massnahmen
Betroffene Patientinnen: Kein Kontakt von Eyeliner und Wimperntusche
mit der Bindehaut. Hypoallergische Produkte verwenden. Augentropfen
sollten Sie vor dem Augen-Makeup bzw. nach gründlicher
Augen-Makeup-Entfernung (z.B. abends) eintropfen.
Kontaktlinsenträger/innen sollten ihre Kontaktlinsen penibel
reinigen/aufbewahren und während der akuten allergischen Phase ganz auf
das Tragen verzichten.
Allgemein:
- Allergiekarenz
- Spülung des Auges mit unkonservierten künstlichen Tränen aus der Apotheke
- Hyposensibilisierung
- Hypoallergische Kosmetika, Haut- und Haarpflegemittel verwenden
Pollenallergiker:
- Abends Haare waschen
- Fenster im Schlafzimmer schliessen
- Tageszeitliche Verteilung des Pollenflugs beachten
- Meiden von blühenden Wiesen und Kornfeldern
- nicht rauchen
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Abbildungen: Pollenkörner unter dem Elektronenmikroskop

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Mittelohrentzündung
Mittelohrentzündung akut und chronisch (Otitis media)
Was ist eine Mittelohrentzündung (Otitis media)?
Otitis media ist eine Entzündung des Mittelohres (der Hohlraum hinter
dem Trommelfell) und meistens mit Flüssigkeitsabsonderung verbunden.
Häufig, aber nicht immer, ist eine Mittelohrentzündung durch Bakterien
bedingt. Der Arzt unterscheidet zwischen der akuten Form (häufig) und
der chronischen Form (seltener) der Otitis media. Aus einer akuten
Otitis media kann sich die chronische Otitis media entwickeln.
Eine Mittelohrentzündung macht sich üblicherweise bemerkbar mit
stechenden oder pochenden Ohrenschmerzen, oftmals begleitet von
Kopfschmerzen, Fieber und allgemeinem Unwohlsein bzw. Krankheitsgefühl.
Auch Hörstörungen oder Ohrgeräusche können sich entwickeln, da die
Flüssigkeitsbildung im normalerweise luftgefüllten Mittelohr die
Hörknöchelchen in ihrer Funktion (Schallübertragung zum Innenohr)
behindert. Nach einigen Tagen kann es zu einem plötzlichen Durchbruch
des Trommelfells kommen, so dass sich die im Mittelohr gebildete
Flüssigkeit in den äusseren Gehörgang entleert. Dabei lassen die
Schmerzen schlagartig nach.
Eine frühzeitige ärztliche Diagnose (Ohrenuntersuchung) verhindert
Komplikationen. Die Otitis media wird mit wirksamen Medikamenten
behandelt und ist meist innerhalb von 14 Tagen überwunden.
Wie häufig ist die akute Otitis media?
Die Otitis media ist eine häufige Kinderkrankheit. In manchen
europäischen Ländern sind bis zu 50% aller Kinder davon befallen.
Erwachsene erkranken daran weniger häufig.
Was deutet bei Kindern auf eine Otitis media hin?
Bei Kindern kann die Erkrankung zunächst auch ohne Schmerzgefühl oder
Fieber auftreten. Einige Anzeichen deuten jedoch deutlich auf ein
Mittelohrentzündung hin: Das Kind ist abgespannt und müde, es dreht
Fernseher oder Radio lauter als sonst auf, Gesprochenes wird häufiger
missverstanden, das Kind zieht oder kratzt sich am Ohr.
Wie wird die akute Otitis media behandelt?
Sie wird üblicherweise mit abschwellenden Ohrentropfen behandelt. Wenn
es sich um eine bakterielle Infektion handelt, verkürzen Antibiotika
die Krankheitsdauer und lindern die Schmerzen. Auch verordnen viele
Ärzte entzündungs- und schmerzhemmende Tabletten.
Was ist eine chronische Otitis media?
Eine wiederholt auftretende akute Otitis media kann sich in eine
chronische Mittelohrentzündung verwandeln. Dabei ist das Trommelfell
meistens durchbrochen (perforiert) oder vernarbt.
Kann eine chronische Otitis media das Ohr schädigen?
Sie kann. Zu dem ist diese Variante der Otitis media meist mit einem
verminderten Hörvermögen verbunden. Es besteht die Gefahr, dass sich
aus einer chronischen Mittelohrentzündung weitere (Ohren)-Krankheiten
entwickeln, bis hin zur Gesichtslähmung.
Wie wird die chronische Otitis media behandelt?
Sie erfordert meist einen chirurgischen Eingriff am Ohr, der in der
Regel komplikationslos verläuft und das Hörvermögen wieder herstellen
kann.
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Mandelentzündung
Meist sind Kinder davon betroffen:
Mandelentzündung (Tonsillitis oder Angina tonsillitis)
Hintergrund
Die Gaumenmandeln (Tonsillen) befinden sich zwischen dem
Nasen-Rachenraum und dem Beginn des Speise- und Atemweges. Sie sind
Teil eines ringförmigen Systems aus lymphatischem Gewebe. Es schützt
den Körper vor Viren und Bakterien durch die Produktion von Antikörpern
und Abwehrzellen. Ab dem 1. Lebensjahr wachsen die Mandeln an bis etwa
zum Pubertätsalter. Danach bilden sie sich langsam wieder zurück.
Akute Mandelentzündung
Vor allem bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren können die Mandeln akut
von Viren und/oder Bakterien befallen werden ("Angina"). Die Mandeln
entzünden sich und vereitern häufig. Typische Beschwerden sind
jahreszeitlich gehäuft im nasskalten Winter- und Frühjahrswetter
aufgrund von Tröpfcheninfektionen zu beobachten:
- meist hohes Fieber
- Halsschmerzen
- plötzlicher Beginn
- Probleme beim Schlucken
- Bei sehr starker Mandelschwellung ist die Atmung beeinträchtigt
- Das Allgemeinbefinden ist gestört
- Das Sprechen klingt verwaschen
- Mundgeruch/schlechter Geschmack im Mund
Der
Arzt bemerkt bei der Untersuchung eine Schwellung und Rötung der
Mandeln. Handelt es sich um eine Virusinfektion, klingen Entzündung und
Schmerzen meist ohne spezielle Therapie nach 1 bis 3 tagen ab.
Linderung verschaffen kalte Getränke, Speiseeis, Bettruhe, der Verzicht
auf feste, zu kauende Nahrung und Halstabletten. Wadenwickel und
Zäpfchen können das Fieber dämpfen. Aus der komplikationslosen
Vireninfektion kann eine bakterielle Infektion entstehen. Dabei bilden
sich eitrige, schmierige Beläge auf den Mandeln und im Rachenraum. Die
Ursache sind meist Streptokokken der Gruppe A (Bakterien). Ein Abstrich
mit nachfolgender Laboruntersuchung gibt dem Arzt im Zweifelsfall
Klarheit. Mittel der Wahl sind dann Antibiotika wie Penicillin und
Cephalosporine. Diese Medikamente müssen bis zu 10 Tage lang
eingenommen werden. Die antibiotische Therapie der bakteriellen
Mandelentzündung ist auch deshalb wichtig, weil sie das Eindringen von
Bakterien in den Blutkreislauf verhindert und vor
gesundheitsbedrohenden Folgeentzündungen z.B. an Herz und Nieren oder
den Gelenken schützt.
Chronische Mandelentzündung
Chronische Beschwerden können, müssen aber nicht, aus der akuten
Tonsillitis entstehen. Das Krankheitsbild ist nicht so charakteristisch
wie bei der akuten Tonsillitis. Treten gleichzeitig Schluckbeschwerden,
ständige mäßige Halsschmerzen, allgemeine Müdigkeit/Appetitlosigkeit
und erhöhte Temperatur auf, deutet dies stark auf eine chronische
Mandelentzündung hin. Betroffen sind meist Patienten zwischen 12 und 35
Jahren. In jedem Falle sollte eine genaue Abklärung durch den
Hals-Nasen-Ohren-Arzt stattfinden. Operative Mandelentfernung
Grundsätzlich wird heute weniger schnell operiert als noch vor 30 oder
40 Jahren, da man die immunologische Schutzfunktion der Mandeln heute
höher einschätzt. Die operative Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie)
macht Sinn, wenn ihre Schutzfunktion nicht mehr gegeben ist oder sie zu
viele Beschwerden verursachen. Kindern werden in der Regel nicht vor
dem 5. Lebensjahr operiert. Die Mandeln gehören bei einer oder mehreren
dieser Komplikation entfernt:
- Chronische Beschwerden
- Pro Jahr 3 oder mehr akute eitrige Madelentzündungen
- Die vergrößerten Mandeln beeinträchtigen die Atmung
- Schwere lokale Veränderungen wie Abszesse
- schwere Vernarbung des Mandelgewebes und Übertritt der Erreger in die Blutbahn (Sepsis)
Die
Entfernung erfolgt üblicherweise in Vollnarkose und erfordert einen
stationären Aufenthalt von ca. einer Woche. Ein kleines Trostpflaster
für die Unbillen des operativen Eingriffes ist (nicht nur) für Kinder
das Speiseeis, das sie nach der Operation geniessen dürfen. Kaltes
wirkt schmerzlindernd und verengt die Blutgefäße (vermindert das
Nachblutungsrisiko).
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Schwindel
Schwindel
Krankhafte plötzliche Schwindelsymptome entwickeln sich zusehens zur
Volkskrankheit. V.a. ältere Menschen sind betroffen und reagieren mit
Angstgefühlen und Unsicherheit im Alltag. Schwindel entsteht immer
dann, wenn die Sinnesreize der Haut, der Augen und des
Gleichgewichtssinns im Innenohr nicht zueinanderpassen, d.h., wenn das,
was das Gehirn gemeldet bekommt, nämlich das, was wir sehen, die
Bewegungen des Kopfes und der Lage des Körpers im Raum sich
widersprechen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, nach denen drei
Schwindelarten unterschieden werden können:
1. Der Drehschwindel beruht auf einer Erkrankung des
Innenohres mit dem Sitz des Gleichgewichtssinnes. Durch bestimmte
Kopfbewegungen wird das Gefühl ausgelöst, alles beginne sich zu drehen
und man verliert die Orientierung im Raum. Es besteht die Gefahr, zu
stolpern oder zu stürzen, was gerade bei alten Menschen die Gefahr von
schweren Verletzungen birgt. Hinzu kommt oft Übelkeit, Erbrechen und
große Angst. Der Drehschwindel verschwindet nach einigen Minuten
wieder. Auslöser können auch Migräneattacken sein. Durch die
Schilderung der Symptomatik weiß der HNO-Arzt, welche Art von Schwindel
vorliegt und welche Behandlung angezeigt ist. Diese ist meist sehr
einfach, in dem die Ursache durch bestimmte schnelle Bewegungen des
Oberkörpers des Patienten beseitigt wird. Diese können vom Patienten
erlernt und selbst durchgeführt werden. Der Betroffene sollte außerdem
versuchen, die auslösenden Kopfbewegungen herauszufinden und zu meiden.
2. Der Schwankschwindel hat psychische Ursachen wie Stress
und Angst. Es kann sich um Prüfungsangst, um Angst vor der Angst oder
gar um Angst vor der nächsten Schwindelattacke handeln. Der Patient
fühlt sich während der Schwindelattacke wie in einem Fahrstuhl und
scheint, den Boden unter den Füssen zu verlieren. Als Therapie sollte
eine Psychotherapie mit Unterstützung durch sportliche Aktivitäten und
körperliche Entspannungsübungen gewählt werden, um dem Betroffenen ein
besseres Körpergefühl und das Vertrauen in sein Gleichgewichtssystem
wieder zu vermitteln.
3. Der Benommenheitsschwindel äußert sich durch das Gefühl
der plötzlichen Blutleere des Kopfes und dem Schwarz-werden-vor-Augen.
Der Grund dafür ist eine Durchblutungsstörung des Gehirns z.B. aufgrund
von Arterosklerose, Blutdruckschwankungen oder auch
Herzrhythmusstörungen. Auch sehr niedriger oder sehr hoher Blutdruck
können Benommenheitsschwindel auslösen. Therapiert wird die Ursache
zumeist medikamentös. Schwindelsymptome sollten unbedingt mit dem Arzt
besprochen werden, damit eine gezielte und professionelle Behandlung
erfolgen kann. Der Rat des Arztes ist meist schon deshalb hilfreich,
weil vermutete schwerwiegendere Erkrankungen ausgeschlossen werden
können, die über Angstreaktionen eventuell die Schwindelsymptomatik
fördern.
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Schnupfen
Schnupfen
Die Nase
Die Nase ist nicht nur ein markantes Merkmal im Gesicht des Menschen,
sie nimmt auch viele wichtige Aufgaben wahr. Sie reinigt die Atemluft
von Staub und feuchtet und wärmt sie an. Der Geruchssinn in der Nase
ermittelt die Luftbeschaffenheit und Düfte aller Art. Die Nase ist in
der Mitte durch das Septum getrennt. Sie hat durch die Ohrtrompete
direkten Zugang zum Mittelohr. Vier Nasennebenhöhlen grenzen an den
Hauptraum der Nase an: Kieferhöhle, Stirnbeinhöhle, Keilbeinhöhle und
Siebbeinzellen.
Wenn die Nase anschwillt
Im Herbst und Winter, wenn es draußen kalt und naß ist, während in den
Wohnungen Wärme und (zu) trockene Luft vorherrschen, werden
Nasenschleimhäute auf eine harte Probe gestellt. Krankheitserreger,
meistens Viren, geraten in die Nase und können geschwächte Schleimhäute
angreifen und zu Entzündungen führen. Die Schleimhäute schwellen dann
an und produzieren vermehrt Wasser und Schleim. Die Nase läuft und geht
zu, der Schnupfen ist da ! Das Atmen fällt schwer. Besonders nachts
nervt der Schnupfen. Kinder können nicht richtig schlafen, wachen
häufig auf. Für die Eltern der Schnupfennasen ist dies natürlich auch
eine Belastung.
Frühzeitig und schnell helfen
Bei laufenden und zugeschwollenen Nasen sind abschwellende Nasentropfen
und -sprays (Ellatun) ausgesprochen hilfreich. Sie lassen die
entzündete Nasenschleimhaut abschwellen und stoppen das Laufen der
Nase. Die Nase bekommt wieder Luft. Der Wirkstoff Tramazolin in Ellatun
wirkt dabei besonders sanft und langanhaltend. Die Wirkung von Ellatun
ergibt sich daraus, daß die stark geweiteten Blutgefäße in den
Nasenschleimhäuten wieder verengt werden, dadurch geht die Schwellung
zurück und das auslaufende Wasser und die Schleimbildung werden
gestoppt.
Bakterielle Infektionen verhindern
Dadurch wird auch eine Ausweitung der Entzündung auf die
Nasennebenhöhlen und das Mittelohr verhindert. Wenn diese nämlich durch
die Nasenschwellung keine Frischluft mehr bekommen, kann es zu
bakteriellen Infektionen (Sinusitis oder Otitis media) kommen. Bis zu
dreimal täglich angewendet, kann der Schnupfen mit Ellatun deutlich
gelindert werden und die Zeit, bis der Körper mit den Viren
fertiggeworden ist, wird nicht zur Dauerbelastung. Die Nachtruhe ist
gewährleistet, gerade bei Kleinkindern und Säuglingen ein gewichtiges
Argument.
Ellatun sollte in keiner Hausapotheke fehlen !
Wie wirkt Ellatun?
Ellatun enthält den Wirkstoff Tramazolin. Seine Wirkung setzt nach ca.
5 Minuten langsam ein. Die geschwollenen Schleimhäute der Nase werden
effektiv, aber schonend (ohne Brennen) zurückgebildet, so daß die Nase
wieder frei wird und der Fließschnupfen stoppt. Die Wirkung hält etwa 8
Stunden an und flacht dann langsam ab. Dadurch kommt es kaum zu den bei
anderen Wirkstoffen bekannten Rebound- effekten (d.h., daß die Nase
noch stärker anschwillt, wenn die Wirkung nachläßt). Tramazolin hat
eine kurze Plasmahalbwertzeit, d.h. die Wirkung auf den
Gesamtorganismus (Herz-Kreislauf-Effekte) ist minimal und kaum spürbar.
Ellatun 1/2 Nasentropfen sind daher auch für Säuglinge gut verträglich.
Ellatun gibt es als:
Ellatun N Nasenspray und Nasentropfen für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren
Ellatun 1/2 Nasenspray und Nasentropfen für Säuglinge und Kleinkinder bis 6 Jahre
-- Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker --
Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer Apotheke.
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Polypen
Nasenpolypen (Polyposis nasi)
Was sind Nasenpolypen?
Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Die
Geschwülste wachsen von der Nasennebenhöhle in die Nasenhaupthöhle.
Mehrere Polypen können auch zu einem zusammenhängenden Gebilde
verwachsen (Polyposis nasi). Die Polypen können die Nase komplett
verstopfen. Häufig macht der HNO-Arzt Röntgenaufnahmen, um Ausmass und
Begrenzung der Polypenwucherung festzustellen. Die Ursache für Polypen
ist noch nicht genau bekannt. Sie können sich aus chronischen
Entzündungen und Allergien der Nasenschleimhäute entwickeln; ebenso
kann die individuelle Veranlagung eine wichtige Rolle zu spielen.
Besonders häufig treten Nasenpolypen bei Menschen auf, die kein Aspirin
oder andere schmerzstillende Medikamente vertragen
(Analgetika-Intoleranz), ebenso bei Patienten mit Mukoviszidose, einer
erblichen Stoffwechselkrankheit.
Wieso gehören Nasenpolypen behandelt?
Nasenpolypen behindern durch ihre Ausdehnung die wichtige Nasenatmung.
Luft, die über die Nase in die Lunge gelangt, wird dabei gereinigt,
angewärmt und befeuchtet. Eine deutliche Behinderung der Nasenatmung
wirkt sich daher negativ auf Lunge und Bronchien aus. Eine Behandlung
ist dann dringend angeraten. Weitere unangenehme Begleiterscheinungen
sind das eingeschränkte Riechvermögen, die näselnde Stimme und auch das
nächtliche Schnarchen. Bei Kindern kann sich aus der Polypenwucherung
eine schmerzhafte Mittelohrentzündung entwickeln (Otitis media).
Polypen treten meist beidseitig auf. Bei einseitigem Auftreten ergibt
sich ein Verdacht auf bösartige Wucherung, deshalb sollten sie
histologisch kontrolliert werden. Dazu wird unter örtlicher Betäubung
eine kleine Gewebeprobe entnommen und anschließend unter dem Mikroskop
untersucht.
Wie behandelt der HNO-Arzt Nasenpolypen?
Auch der Komponist Joseph Haydn (1732-1809) litt unter Nasenpolypen. Zu
seiner Zeit waren Schmerzmittel und schonende Operationsmethoden so gut
wie unbekannt. Hayden«s Arzt entfernte dem Komponisten die Polypen ohne
Betäubung und fügte ihm dabei schwere Schmerzen und Nasenverletzungen
zu. Seien Bis vor wenigen Jahren entfernten die HNO-Ärzte Polypen fast
ausschließlich chirurgisch mittels eines Saugschneiders, natürlich in
örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose. Dabei werden die Polypen
entweder nur aus den Nasenhaupthöhlen entfernt oder zusätzlich auch aus
den Nasennebenhöhlen. Die Operation beider Arten von Nasenhöhlen dauert
deutlich länger und wird ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt.
Bei jedem Verfahren operiert man durch die Nasenlöcher
es bleiben dabei keine äußerlich sichtbaren Narben zurück. Medikamente
Die wenigsten Patienten lieben Operationen an ihrer Nase.
Möglicherweise fangen die Polypen auch nach einiger Zeit wieder an zu
wachsen. Das unerwünschte Weiterwuchern kann man jedoch mit
Medikamenten gut begrenzen. Diese Medikamente können aber auch bereits
vorhandene Polypen schrumpfen lassen und eine Operation in den meisten
Fällen überflüssig machen. Als hochwirksame Mittel gegen Nasenpolypen
haben sich die gleichen kortisonhaltigen Nasensprays bewährt, mit denen
man auch Entzündungen der Nase (Rhinitis) erfolgreich behandelt. In
bestimmten Fällen unterstützt der HNO-Arzt die Kortikoid-Therapie noch
zusätzlich mit Antibiotika oder Antihistaminika. Auch diese Medikamente
gibt es als nebenwirkungsarme und gut verträgliche Nasensprays,
seltener nimmt man sie oral (über den Mund) als Tabletten oder Dragees
ein.
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Ohrenschmerzen
Ohrenschmerzen
Ohrenschmerzen gehören zu den stärksten Schmerzempfindungen und sind
für den Patienten sehr unangenehm, da sie auch nachts meist nicht
geringer werden. Eine schmerzstillende Behandlung mit
Schmerzmedikamenten ist häufig vergebens. Daher ist der sofortige Gang
zum HNO-Arzt zu empfehlen.
Ursache für Ohrenschmerzen ist meist eine Entzündung des äusseren
Gehörgangs (Otitis externa) oder des Mittelohres (Otitis media).
Bei der Otitis externa handelt es sich um eine bakterielle Infektion
der Gehörgangshaut, bei der der Gehörgang zuschwillt, und diese
Schwellung auf den Gehörgangsknochen drückt. Die Schwellung verursacht
die grossen Schmerzen und muss effektiv mit Antibiotika und
Kortison-Tropfen lokal behandelt werden. Neben Bakterien kommen auch
Pilze als Infektionsauslöser in Frage. Ausgangspunkt der Entzündung ist
häufig eine zu gut gemeinte Ohrhygiene. V.a. Wattestäbchen verletzen
die empfindliche Gehörgangshaut oder das Trommelfell (auch bei
vorsichtiger Anwendung) und bieten dann Eintrittsstellen für
Infektionserreger. Besonders häufig kommen Gehörgangsentzündungen im
Sommer vor, wenn Badewasser ins Ohr gerät. Man spricht dann von einer
Badeotitis, die von aggressiven Feuchtkeimen ausgelöst wird.
Wattestäbchen sollten grundsätzlich nicht zur Ohrhygiene genommen
werden. Normalerweise reinigt sich das Ohr selbst, Ohrschmalz (Cerumen)
dient als natürlicher Schutz für den Gehörgang und sollte nur dann
fachgerecht entfernt werden, wenn er den Gehörgang verstopft und zu
Hörproblemen führt.
Die Otitis media - die Mittelohrentzündung - kommt häufig bei Kindern
vor. Sie ist eine bakterielle Infektion des Mittelohres, die sich dann
entwickeln kann, wenn das Mittelohr durch Verstopfung der Ohrtrompete
nicht mehr genügend belüftet wird. Die Ohrtrompete mündet in den
Nasenrachenraum und kann z.B. durch kindliche Rachenpolypen blockiert
sein. Die Schmerzen der Mittelohrentzündung entstehen durch den durch
die Infektion entstehenden Eiter, der grossen Druck im Mittelohr
ausübt, da er nicht abfliessen kann. Erst wenn der Eiter durch
antibiotische Therapie, durch Abfluss in den Rachen oder durch das
Platzen des Trommelfells mit Abfluss aus dem Ohr verschwindet, lassen
die Schmerzen nach. Nach Antibiotikatherapie kann sich das Mittelohr
regenerieren und das Trommelfell wieder zuwachsen.
Infektionen der Ohrmuschel können ebenfalls sehr schmerzhaft sein und
müssen antibiotisch vom HNO-Arzt behandelt werden. Sie sind meist
leicht an einer starken Rötung und Schmerzempfindlichkeit der
Ohrmuschel zu erkennen.
Auch Zahnschmerzen können als Ohrenschmerzen empfunden werden, daher
muss bei nicht vorhandenen Anzeichen einer Ohrenentzündung an eine
Zahnentzündung gedacht werden.
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Mundschleimhautentzündung
Mundschleimhautentzündung
Der gesamte Mundraum ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die zusammen mit
den Speicheldrüsen Schleim und Wasser produziert und den Mund feucht
hält. Der Speichel enthält im wesentlichen verdauungsvorbereitende
Stoffe, die Flüssigkeit der Schleimhaut v.a. immunologische Substanzen,
die Bakterien und Viren bekämpfen. Der Mund ist als offener Raum und
Eintrittstelle für Nahrungsmittel und Genussmittel permanent mit
Mikroorganismen konfrontiert. Ist die immunologische Abwehr geschwächt,
kann es leicht zu kleineren oder größeren Infektionen kommen, die sehr
unangenehm und schmerzhaft sind.
Als Erreger kommen Viren, Bakterien und Pilze in Frage. Bakterielle
Mundschleimhautinfektionen stehen häufig in Verbindung mit allgemeinen
Infektionen, im Kindesalter v.a. mit Masern. Infektionsherde können
lokalisiert am Gaumen, an den Lippen, der Zunge, dem Zahnfleisch oder
den Innenseiten der Wangen auftreten oder den ganzen Mundraum befallen.
Infektionen können auch dann auftreten, wenn die Mundhygiene schlecht
ist oder eine große Zahl an Mikroorganismen Eingang in den Mund erhält.
Dies ist v.a. bei Bakterien aus dem Geschlechtsbereich der Fall.
Mundtrockenheit ist besonders bei älteren Menschen ein Problem, da die
Schleimproduktion nachläßt und häufig zu wenig getrunken wird. Dann ist
die schützende Schleimschicht im Mund unzureichend und kann keine
immunologische Abwehrfunktion mehr ausfüllen. Auch nach Operationen,
bei Allgemeinerkrankungen (v.a. Rheuma) und medikamentöser Therapie
kann es zu Mundtrockenheit kommen.
Gegen virale Infektionen im Mund kann man wenig machen, sie
verschwinden meist nach ein paar Tagen wieder. Antiseptische
Spüllösungen sind Mittel der Wahl. Bakterielle Infekte müssen
antibiotisch behandelt werden, Pilzinfektionen antiseptisch oder
antimykotisch. Dies kann sehr langwierig sein, wenn die entsprechende
Mundhygiene nicht ausreichend und das Immunsystem des Patienten
geschwächt ist. Besonders bei HIV-Infektionen treten immer wieder
schwere pilzbedingte Schleimhautentzündungen auf.
Veränderungen der Mundschleimhaut können aber auch weitestgehend
schmerzfrei sein und unabhängig von Infekten auftreten. Zumeist sind
dies tumoröse Veränderungen, die als lokales Malignom oder Karzinom
erscheinen oder als Metastasen von Tumoren in anderen Körperorganen
(z.B. bei Brust- oder Darmkrebs). Werden solche
Schleimhautveränderungen festgestellt, sollte unbedingt ein HNO-Arzt
aufgesucht werden, Zahnärzte sollten Patienten zum HNO-Arzt überweisen.
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Nebenhöhlenentzündung
Was ist eine Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis)?
Eine Sinusitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen.
Sie ist eine häufige Erkrankung. Ca. 5% der mitteleuropäischen Bevölkerung leidet darunter.
Zu den Nasennebenhöhlen zählen die Kieferhöhlen, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen sowie die Keilbeinhöhle.
Diese Hohlräume münden mit ihren Ausführungsgängen in die Nase oder in den Nasenrachenraum
Am bekanntesten sind die Kieferhöhlen und die Stirnhöhlen. Kieferhöhle
und Siebein sind dabei am häufigsten von der Entzündung betroffen
Die typischen Symptome einer Entzündung sind Schmerzen, die sich im
Wangenbereich, hinter den Augen, über der Stirn oder selten auch im
Hinterkopfbereich bemerkbar machen.
Wodurch entsteht eine Nebenhöhlenentzündung?
Die akute Nasennebenhöhlenentzündung entsteht meist als Folge eines
Schnupfens oder einer Rachenentzündung. Als Erreger findet man die
Bakterien Hämophilus influenzae, Pneumokokken, Streptokokken u.a.
Normalerweise werden Schleim und Flüssigkeiten aus den Nasennebenhöhlen
in den Nasen-/Rachenraum abtransportiert. Kommt es jedoch zu einer
Verlegung des Ausführungsgangs, kann dies zu einem Sekretaufstau mit
nachfolgender Entzündung der betroffenen Nebenhöhle führen.
Ursache einer Verlegung des Ausführungsgangs können neben
Schleimhautschwellungen im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auch
Nasenscheidewandverkrümmungen oder Polypen sein.
Auch eine Zahnwurzelentzündung, oder der Zustand nach einer Zahnextraktion kann zu einer Sinusitis führen.
Kommt eine Sinusitis häufiger vor oder dauert sie längere Zeit, bezeichnet man sie als chronisch.
Welche Symptome treten auf?
Oft besteht einige Tagen ein Schnupfen, der sich bereits gebessert
haben kann. Hauptsymptom der akuten Sinusitis sind Gesichts- und
Kopfschmerzen. Typischerweise nehmen diese Schmerzen beim schnellen
Vorbeugen des Oberkörpers, beim Aufstehen oder beim Hüpfen auf einem
Bein zu. Die Schmerzen sind stechend, bohrend oder pulsierend und
entsprechen einem Druckgefühl, vor allem im vorderen Schädel. Beim
Beklopfen der betroffenen Nasennebenhöhlen von außen besteht oft eine
Klopf- und Druckempfindlichkeit
Bei starken Entzündungen kann es zu Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit kommen.
In sehr schweren Fällen kann es zu einer sichtbaren, schmerzhaften
Schwellung auf der Stirn, neben der Nasenwurzel oder im Bereich der
Wangen bzw. sogar zum Auftreten von Doppelbildern kommen.
Wie stellt ein HNO-Arzt die Diagnose?
Nach einer Untersuchung der Nase von innen ggf. durch Endoskopie wird
eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenaufnahme durchgeführt.
Sind mehrere Nasennebenhöhlen betroffen, liegt der Verdacht einer
beginnenden Komplikation, oder eine chronische Sinusitis vor, ist es
sinnvoll eine Computertomographie der Nasennebenhöhlen durchzuführen.
Prophylaxe und Therapie bei Nasennebenhöhlenentzündungen
Prophylaktische Maßnahmen
Das Wichtigste ist die Verbindung der Nebenhöhlen zur Nase
freizuhalten. Im Zusammenhang mit einer Erkältung sollte man
rechtzeitig dafür sorgen, dass der Zugang zu den Nebenhöhlen durch
Applikation von abschwellenden Nasentropfen frei bleibt.
Zusätzliche Maßnahmen:
- Trinken Sie viel Flüssigkeit, um den Schleim zu verflüssigen.
- 3 bis 4 mal täglich die Nase mit einer Kochsalzlösung spülen (Nasendusche),
- Dampfbäder sowie die Raumluft anfeuchten.
- Vermeiden Sie starke Wärme oder Kälte, da Temperaturveränderungen die Nebenhöhlenschmerzen verstärken.
- Heben Sie das Kopfende ihres Bettes an, damit der Kopf höher gelagert ist.
Liegen anatomische Veränderungen als Ursache der Entzündungen vor,
sollte eine operative Korrektur erfolgen. Diese Operation umfasst z.B.
die Begradigung der Nasenscheidewand, die Verkleinerung der
Nasenmuscheln oder die Entfernung von Polypen.
Halten die Beschwerden länger als drei Tage an oder tritt hohes Fieber auf, sollte der Arzt aufgesucht werden.
Therapie
Die beginnende akute Sinusitis wird mit abschwellenden Nasentropfen
behandelt. Auch kortikoidhaltige Nasensprays werden eingesetzt. Hinzu
kommen schleimlösende, z.B. Sinupret, entzündungshemmende und
fiebersenkende Medikamente.
Wichtig sind schleimhautabschwellende Nasentropfen, um die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen frei zu machen.
Außerdem sollten schleimverflüssigende Medikamente (Mukolytika) eingenommen werden.
Bei schwereren Verlaufsformen, die mit Fieber und erheblicher
Einschränkung des Allgemeinbefindens einhergehen, ist nach ärztlicher
Verordnung die Einnahme von Antibiotika oft sinnvoll.
Bei einer ausgeprägten Kieferhöhlenentzündung kann auch eine
Kieferhöhlenspülung in lokaler Betäubung notwendig werden. Hierbei wird
über eine kleine künstliche Öffnung in der inneren Kieferhöhlenwand
eine kleine Kanüle eingeführt, durch die der entzündliche Schleim
ausgespült wird.
Bei chronischen Nasennebenhöhlen- Entzündungen kann durch eine in
Narkose unter endoskopischer Sicht durchgeführte Operation die
chronisch erkrankte Schleimhaut entfernt und ein Öffnung der
verschlossenen Nebenhöhlen vorgenommen werden.
In manchen Fällen ist eine schiefe Nasenscheidewand zu begradigen oder eine Polyposis der Nebenhöhlen zu entfernen.
Prognose und Komplikationen
Akute Nasennebenhöhlenentzündungen können immer wieder auftreten, wenn
entzündlich oder anatomisch bedingte Engstellen nicht bleibend
beseitigt werden. Rezidive sind bei Allergikern häufiger.
Durch Narbenbildungen oder erneutes Polypenwachstum ist nach Voroperationen manchmal eine Zweitoperation notwendig.
In seltenen Fällen kann sich die Entzündung in die angrenzenden
Knochen, Richtung Auge, Gehirnhaut oder Gehirn ausbreiten. Bei Verdacht
einer Komplikation ist sofort der Hals-Nasen-Ohren Facharzt
aufzusuchen.
Dr. Jochen Reichel
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Keuchhusten
Was ist Keuchhusten?
Der Keuchhusten (Pertussis) ist eine hochkontagiöse Erkrankung des
Respirationstraktes, die im typischen Fall in drei Stadien verläuft.
Inkubationszeit meist 7 - 14 Tage.
Pertussis ist eine durch Bakterien (Bordetella pertussis) ausgelöste
Infektionskrankheit, die vor allem bei Säuglingen einen
lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann. Typisch sind neben allgemeinen
Krankheitssymptomen stakkatoartige Hustenanfälle und ein mehrwöchiger
Krankheitsverlauf. Zu den gefürchtete Komplikationen zählen
Atemstillstand bei Säuglingen und Lungenentzündung. Die Behandlung
erfolgt durch Antibiotika, die Prophylaxe durch einen neuen, besser
verträglichen Impfstoff ist ausdrücklich zu empfehlen. Nach einem
überstandenen Keuchhusten entsteht eine langdauernde Immunität.
Erreger
Ausgelöst wird der Keuchhusten durch das Bakterium Bordetella pertussis
. Das Bakterium setzt das Pertussis-Toxin, frei und bedingt dadurch die
Krankheitssymptome.Bordetella pertussis haftet an den Schleimhäuten des
Atemtraktes und bewirkt dort Zellschädigungen. Es entsteht außerdem
eine Entzündung, die dazu führt, dass ein zähflüssiger Schleim gebildet
wird, der dann zu den charakteristischen Hustenanfällen führt.
Übertragungsweg
Die häufigsten Infektionsquellen sind Infizierte, die aber noch keine
Erkrankungserscheinungen zeigen. Die Übertragung erfolgt durch
Tröpfcheninfektion, also u.a. durch Husten, Niesen, Küssen und benutzen
desselben Geschirrs. Der Erreger ist extrem infektiös. Etwa 80% der
Kontaktpersonen eines Patienten, die nicht geimpft sind, erkranken. Oft
übertragen auch asymtpomatische Erwachsene die Krankheit auf Kinder.
Die höchste Inzidenz wird in Mitteleuropa im Herbst und Winter
beobachtet, jedoch ist die Saisonalität nicht besonders stark
ausgeprägt.
Inkubationszeit
7-14 (20) Tage
Symptome und Stadieneinteilung
Man unterteilt den Erkrankungsverlauf in verschiedene Stadien:
Stadium catarrhale
Niesen, Schnupfen, manchmal Heiserkeit. Zu Beginn kaum Fieber. Uncharakteristischer Husten
Stadium convulsivum
Ausbildung der typischen Hustenanfälle. Mehrere (15 bis 20), heftige
stakkatoartige Hustenstöße. Ein zäher, glasiger Schleim wird
herausgewürgt.
Rekonvalenzstadium
Leichte, nur noch wenige Anfälle.
Keuchhusten bei jungen Säuglingen
Meist besonders schwere Verläufe. Die Hustenanfälle sind oft schwächer,
jedoch besteht die Gefahr eines plötzlichen Atemstillstandes.
Diagnose
Die Diagnose wird in der überwiegen den Zahl durch den klinischen Befund gestellt.
Gute Hinweiszeichen sind Husten in der Nacht mit Herausstreckken der
Zunge. Hustenprovokation durch Druck mit einem Untersuchungsspatel auf
den Zungengrund. Das Bakterium kann im Anfangsstadium der Infektion
durch einen Rachenabstrich mit anschließender Färbung nachgewiesen
werden.
Bei einer ?klassischen? Keuchhusten-Symptomatik wird die Diagnose in
der Regel durch den klinischen Befund gestellt, wobei man von einer
Treffsicherheit von 80–85 % ausgehen kann.
Eine Indikation für eine weiterführende Diagnostik besteht bei längerem
Husten ohne typische Hustenanfälle bei Kindern, aber auch bei
Geimpften, Adoleszenten und Erwachsenen.
Die Labordiagnostik ist abhängig vom Krankheitsstadium.
Insbesondere in frühen Stadien ist ein kultureller Nachweis von B.
pertussis und B. parapertussis aus Nasopharyngealabstrichen der
diagnostische Standardtest.
Weiterhin ist ein Nachweis von B.-pertussis-DNA mittels PCR möglich.
Die Serodiagnostik ist für die Frühdiagnostik ungeeignet,
Im Stadium convulsivum findet man bei 20–80 % der Patienten eine
Leukozytose mit Lymphozytose. BSG und CRP sind nicht oder nur leicht
erhöht.
Komplikationen
Mögliche Komplikationen die bei jungen Kindern am häufigsten auftreten sind
Veränderungen in der Lungenstruktur,Lungenentzündung, Reaktivierung
einer vorher bestandenen Tuberkulose ,Entzündung des Gehirns mit
Krampfanfällen
Therapie
Die antimikrobielle Therapie kann nur die Krankheitsdauer verkürzen,
der Krankheitsausbruch kann nicht verhindert werden. Das Antibiotikum
der Wahl ist Erythromycin. Schwerkranke Säuglinge sind stationär zu
behandeln, da sie oftmals nicht in der Lage sind, den Schleim
abzuhusten und dieser dann abgesaugt werden muss.
Impfung
Die Keuchhustenimpfung ist ein Teil der ab dem Alter von 3 Monaten
verabreichten DTP-Impfung (D = Diphterie, T= Tetanus, P = Pertussis).
Bis vor einigen Jahren wurde ein mit geringen Nebenwirkungen behaftetes
Ganzzellpräparat verwendet. Heutzutage benutzt man statt dessen einen
viel besser verträglichen Impfstoff in dem nur einige Proteine des
Bakteriums, die biotechnologisch hergestellt worden sind, vorkommen.
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Kehlkopfentzündung
Kehlkopfentzündung - Laryngitis
Die Laryngitis ist eine akute Entzündung des Kehlkopfes, meist durch einen
Virusinfekt ausgelöst.
Eine Sonderform ist die bakterielle Laryngitis.
Bei kleinen Kindern kann eine Laryngitis in Kombination mit einer
Luftröhrenentzündung auftreten und zu akuter Luftnot führen.
Diese subglottische stenosierende Laryngotracheitis,auch als Infektkrupp
oder Pseudokrupp bezeichnet, ist eine durch Virusinfektion verursachte
Erkältungskrankheit. Durch Schleimhautschwellungen und Muskelspasmus im
unteren Kehlkopfausgang und oberen Luftröhrenbereich entsteht eine Enge, die
zu bellendem Husten und Atemnot führt.
Eher selten treten Laryngitiden durch toxische Schäden zB. Reizgase,
Toilettenreiniger, Desinfektionsmittel, Verätzungen oder mechanischer
Überbelastung auf.
Leitsymptome
sind Heiserkeit,Stimmlosigkeit, Husten (trocken oder bellend),
Schluckbeschwerden.
Bei bakterieller Laryngotracheitis oder Krupp treten ähnliche Symptome auf,
zusätzlich besteht jedoch akute Atemnot.
Diagnose
Die Diagnose wird bei einer unkomplizierter Laryngitis im Rahmen eine sog.
banalen Infektes durch Inspektion gestellt.
Inspektion (direkte oder indirekte Laryngoskopie) auch bei Verdacht auf
Komplikationen wie eitrige Laryngotracheitis, Fremdkörperverdacht oder bei
Verätzungsunfällen etc.
Im akuten Zustand kann im Rahmen einer Laryngoskopie insbesondere bei
Kindern eine Notfallsituation eintreten: In diesen Fällen sollte abhängig
von den Beschwerden eine Inspektion nur in einer Klinik und in
Intubationsbereitschaft erfolgen.
Therapie
Symptomatisch:
Analgetika, Antiphlogistika, Antitussiva
Stimmschonung ! Nicht rauchen !
Warme, aber keine heißen Getränke, Schwitzprozeduren.
Inhalationen:
Inhalation von Salzlösungen oder Warmdampfinhalationen z.B. mit
Kamillenlösung,
Salbei Gurgeln
2 Esslöffel Blätter auf 1/2 L Wasser, bis zum Sieden erhitzen, zugedeckt 15
Minuten ziehen lassen. Mit warmen Tee öfter am Tag 5-10 Minuten tief
gurgeln.
Medikamentöse Therapie
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Antitussiva
- Antiphlogistika
- Expektoranzien
- Antibiotika nach Testung
- ev. Cortisonspray oder Cortison i.v.
- Rhinologika
- Antiseptika wirken abschwellend und reizlindernd
Toxisch-allergisches Larynxödem:
Sofort hochdosiert Glukokortikoid und Kalzium parenteral
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Just for kids
Geschichte 1: Daniel hat Ohrenschmerzen
Endlich ist der Sommer da – und das Freibad offen! Das nutzt Daniel
ordentlich aus, und besonders die große Rutsche hat es ihm angetan.
Und so kommt es, daß er ein wenig zuviel im Wasser war, und abends geht
es ihm irgendwie gar nicht gut. Und dann fängt sein Ohr an, ganz gemein
weh zu tun ... lesen Sie die ganze Geschichte "Daniel hat
Ohrenschmerzen" und laden Sie sich unten die Datei als pdf-download

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Geschichte 2: Ella, die Höhlenforscherin lüftet das Geheimnis der Nasennebenhöhlen
Schon früh am Morgen war Ella sehr aufgeregt und unruhig. Heute wollte
sie zum ersten Mal mit ihren neuen Freunden zu den Höhlen gehen und
ihnen alles zeigen und erklären.
Der Weg zu den Höhlen war nicht sehr lang, sie waren ganz in der Nähe.
Aber man mußte steil bergauf klettern, um den Höhleneingang zu finden.
Genauer gesagt, die beiden Eingänge, die genau nebeneinander lagen und
zu zwei getrennten Höhlen führten, die im Innern ziemlich ähnlich
waren. Ella war schon oft in beiden gewesen. Endlich waren ihre Freunde
da und es konnte losgehen. Die Freunde waren ebenfalls ziemlich
aufgeregt, aber eher, weil sie ein bißchen unsicher waren, was nun auf
sie zukommen würde. Sie waren schließlich noch nie in einer Höhle
gewesen. Dort, wo sie herkamen, gab es keine Höhlen.
Ella prüfte noch einmal alle Sachen, die sie mitnehmen mussten, denn
wenn man nicht gut vorbereitet auf solch eine Expedition ging, dann
konnte es gefährlich werden. Das hatte sie von ihrem Vater gelernt. Der
war immer sehr gut gerüstet gewesen.
Also, war alles dabei ? Seile zum Anbinden, eine aufwickelbare
Strickleiter, Helme mit Lampen, Ersatzbatterien, Schwimmwesten für den
Notfall, einen Hammer und einen Klappspaten und natürlich das Funkgerät
und Taschenlampen.
Dann ging es los. Ella und ihre drei Freunde machten sich auf den Weg
und den Anstieg zu den Höhlen. Das Wetter war gut und warm, die
Stimmung war bestens und so konnte ein spannender Tag beginnen.

pdf-download "Ella die Höhlenorscherin Teil 1"
pdf-download "Ella die Höhlenorscherin Teil 2"
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