Kehlkopfentzündung

Kehlkopfentzündung - Laryngitis

Die Laryngitis ist eine akute Entzündung des Kehlkopfes, meist durch einen
Virusinfekt ausgelöst.

Eine Sonderform ist die bakterielle Laryngitis.
Bei kleinen Kindern kann eine Laryngitis in Kombination mit einer
Luftröhrenentzündung auftreten und zu akuter Luftnot führen.
Diese subglottische stenosierende Laryngotracheitis, auch als Infektkrupp
oder Pseudokrupp bezeichnet, ist eine durch Virusinfektion verursachte
Erkältungskrankheit. Durch Schleimhautschwellungen und Muskelspasmus im
unteren Kehlkopfausgang und oberen Luftröhrenbereich entsteht eine Enge, die
zu bellendem Husten und Atemnot führt.
Eher selten treten Laryngitiden durch toxische Schäden zB. Reizgase,
Toilettenreiniger, Desinfektionsmittel, Verätzungen oder mechanischer
Überbelastung auf.

Leitsymptome 

sind Heiserkeit,Stimmlosigkeit, Husten (trocken oder bellend),
Schluckbeschwerden.
Bei bakterieller Laryngotracheitis oder Krupp treten ähnliche Symptome auf,
zusätzlich besteht jedoch akute Atemnot.

Diagnose

Die Diagnose wird bei einer unkomplizierter Laryngitis im Rahmen eine sog.
banalen Infektes durch Inspektion gestellt.
Inspektion (direkte oder indirekte Laryngoskopie) auch bei Verdacht auf
Komplikationen wie eitrige Laryngotracheitis, Fremdkörperverdacht oder bei
Verätzungsunfällen etc.
Im akuten Zustand kann im Rahmen einer Laryngoskopie insbesondere bei
Kindern eine Notfallsituation eintreten: In diesen Fällen sollte abhängig
von den Beschwerden eine Inspektion nur in einer Klinik und in
Intubationsbereitschaft erfolgen.

Therapie 

Symptomatisch: Analgetika, Antiphlogistika, AntitussivaStimmschonung ! Nicht rauchen !Warme, aber keine heißen Getränke, Schwitzprozeduren.Inhalationen:Inhalation von Salzlösungen oder Warmdampfinhalationen z.B. mitKamillenlösung, Salbei Gurgeln 2 Esslöffel Blätter auf 1/2 L Wasser, bis zum Sieden erhitzen, zugedeckt 15Minuten ziehen lassen. Mit warmen Tee öfter am Tag 5-10 Minuten tiefgurgeln. 

Medikamentöse Therapie

  • Antitussiva
  • Antiphlogistika
  • Expektoranzien
  • Antibiotika nach Testung
  • ev. Cortisonspray oder Cortison i.v.
  • Rhinologika
  • Antiseptika wirken abschwellend und reizlindernd

Toxisch-allergisches Larynxödem:

Sofort hochdosiert Glukokortikoid und Kalzium parenteral