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  1. Tubenventilationsstörung seit 6 Monaten - Tubendilatation ohne Erfolg Leaena am 23.11.2023
    Mein HNO Arzt hat mich jetzt offiziell aufgegeben.
    Daher wende ich mich Mal hoffnungsvoll an die Schwarmintelligenz des Internets. Ich finde leider auch wirklich niemanden, der tatsächlich ähnliches durchmacht wie ich.

    Seit fast 6 Monaten habe ich Probleme mit dem Druckausgleich. Links stärker als Rechts. Teilweise ist Druckausgleich gar nicht möglich, manchmal nur schwer. Stets begleitet durch ein Knacken beim Schlucken. Wobei wenn der Druckausgleich gar nicht funktioniert natürlich auch nichts knackt. Angefangen hat es langsam, sodass ich ursprünglich erst davon ausgegangen bin, dass mein Kiefergelenk wieder spinnt. Ich hab eine Kieferfehlstellung. Das führt alle Jahre wieder zu Tinnitus bis Hörsturz ähnlichen Symptomen. Hätte mich also nicht verwundert, dass es daran läge. Aber normalerweise geht das mit Massagen und Wärme wieder weg. Ging aber nicht weg. Im Gegenteil wurde nach einer Woche so schlimm, dass ich auf dem linken Ohr subjektiven Hörverlust hatte. (Ich schreibe subjektiv, weil mein Hörverlust im Hörtest tatsächlich nicht messbar war, was ich bis heute verrückt finde.)
    Ich hab Monate lang Cortison Spray genommen, Nasenspray, von dem ich jetzt wieder süchtig bin, sinupret, Nasenduschen. Das Standardprogramm eben. Antibiotika hab ich auch bekommen, zwei Mal, hat nichts gebracht. Cortison in Tablettenform hat zwei Mal zur Besserung verholfen. Keiner kann sich erklären wieso. Anfang Oktober bekam ich dann eine Parazentese und zeitgleich eine Tubendilatation mit dem Ballonkatheter. Ich hatte große Hoffnungen, aber nichts hat sich dadurch gebessert. Was ich auch schon wieder merkwürdig finde. Ich hab ein Loch im Trommelfell aber hab Probleme mit dem Druckausgleich? Wie kann das trotz Zwangsbelüftung überhaupt sein?
    Mein HNO weiß jetzt nicht mehr weiter, sagt es liegt dann wohl nicht am Ohr. Diagnose: Stress. Versuche es jetzt mit CMD Therapie (Kiefer) und ner neuen Aufbissschiene. Bislang ohne Erfolg. Aktuell bin ich zzgl noch ganz leicht erkältet und damit ist Druckausgleich einfach unmöglich.
    Weshalb ich doch mutmaße, dass das Ohr involviert ist.
    Wieso sollte ich bei Erkältungen sonst noch viel viel schlechter Druckausgleich machen können bzw gar nicht, wenn es nicht auch mit am Ohr selbst läge? Innerhalb dieser 6 Monate gab es immer mal wieder echt gute Tage oder gar Wochen! Da konnte ich den Druck allein über Schlucken ausgleichen, so wie es normal ist. Knackt, OK, nicht schlimm, hauptsache Druckausgleich. Aber dann sind diese Phasen plötzlich wieder weg und alles wird wieder schlimmer. Jetzt ist es die Erkältung. Aber oft finde ich einfach keinen Grund warum und wieso sich die Symptome verschlechtern oder verbessern. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass es besser wird, wenn ich den Kiefer wirklich über längere Zeit auflasse. Weit auf. Aber das ist jetzt auch schon wieder nicht mehr effektiv. Ich finde keine zuverlässige Methode, die mir den Umgang damit erleichtert. Es ist alles nur ein Ratespiel.
    Sonstige Infos: Ich habe eine verkrümmte Nasenscheidewand, aber die hat mir eigentlich nie Probleme bereitet. Ich war kurz bevor das angefangen hat Nasenspray abhängig nach einer hartnäckigen Corona Infektion. War aber eigentlich schon wieder am Ausschleichen und fast davon weg. Keine Ahnung ob das alles was zur Sache tut. Ich leg einfach Mal alle möglichen Infos auf den Tisch.

    Ich glaub es ist unwahrscheinlich, dass mir Irgendwer hier mit einer zündenen Idee weiter helfen kann, aber ich Versuch es einfach Mal.

    Falls jemand mein Problem irgendwie kennt und ähnliches erlebt hat, bitte melden. Ich bin nach diesem halben Jahr langsam sehr depressiv.

    Lieben Dank.
    1. Tubenbelüftungsstörung Marion Zeller am 24.11.2023
      Das klingt doch schon nach einer chronischen Tubenbelüftungsstörung. Cortison wirkt einfach ein bisschen abschwellend dass würde auch dazu passen. Wir sehen machmal, dass eine Tubendilatation noch einmal wiederholte werden muss, bis es endlich besser wird. Wir schicken unsere Patienten dazu nach Ulm in das Bundeswehrkrankenhaus, da sehen wir die besten Ergebnisse. Vielleicht muss man es dann auch mit einer Paukendrainage und nicht nur mit einer Paracentes versorgen.
    2. Tubenbelüftung u. Ohrdruck Michael am 03.12.2023
      Hallo,
      Habe fast genauso die selben Symptome. Alles ausprobiert zig HNO Ärzte, Nebenhöhlen OP mit Laser. Uni Würzburg. Immer selbe Ergebnis Cortison Nasenspray und Nasenspülung. Ich habe immer das Gefühl meine eustachische Röhre ist verschleimt.
    3. Tubenbelüftungsstörung Isa am 21.04.2024
      Hallo Leaena,
      ich bin mir nicht sicher, ob Du hier noch unterwegs bist - im besten Fall geht es Dir inzwischen besser und du merkst dein Ohr gar nicht mehr.
      Ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir, ohne Dilatation, aber mit viel Cortison, Paukenröhrchen, Wechsel des Paukenröhrchens, dazwischen Kiefer-, Auge-, Zahn-Abklärung...Stress wurde auch mit in Betracht gezogen (und den hat man ja auch, wenn man durchgängig Beschwerden hat ^^) - letztendlich wurde im CT vom Ohr eine Mastoiditis festgestellt (eine Art "Knochenfraß" hinterm Ohr). Ich weiß nicht, ob bei dir ein CT gemacht wurde, vielleicht ist das ja eine Voraussetzung für die Ballon-Dilatation, aber evtl. könnte man da ja noch was entdecken. Im ersten Jahr der Beschwerden hatte der HNO im CT nichts erkannt.
      Ich sag nicht, dass Du eine Mastoiditis hast, da diese Entzündung sehr selten vorkommt und mit Sicherheit muss auch vorher das Wahrscheinlichere abgearbeitet werden. Zudem hatte ich die typischen Symptome (Schwellung/ rot hinter dem Ohr/ Fieber...) nicht. Aber ohne meine Hausärztin, die noch mal ein CT angeleiert hat (und ich dann relativ schnell operiert wurde), war ich beim HNO durch mit der Behandlung.
      Ich drücke Dir die Daumen, dass du schnell keine Beschwerden mehr hast! Gute Besserung!

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